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Innovation

Neuartiges Luftnachweisverfahren

Unsere neu entwickelten NID-Dichtheitsprüfsysteme zum Nachweis von Stickstoff (N2) ermöglicht es erstmals, mit dem Prüfmedium Luft Grenz-Leckraten von bis zu 10-5mbarl/s automatisiert und mit kurzen Taktzeiten nachzuweisen. In einer engen Kooperation mit der Firma LIWO Automation wurden diese Systeme und die erforderliche Anlagentechnik zur Serienreife gebracht. Die Systeme werden exklusiv von LIWO Automation vertrieben.

Neuartige Technologie zur berührungslosen Erfassung der, für die REM-Phase charakteristischen, Augenbewegungen

Die präzise Erfassung und Analyse der Schlafphasen, insbesondere der REM-Phase (Rapid Eye Movement), ist für viele Bereiche in der Forschung und Therapie unverzichtbar. Bei Schlafstörungen, Erkrankungen wie der Narkolepsie, aber auch in der Grundlagenforschung. Beispielsweise bei der Erforschung der Fähigkeit des Luziden Träumens im Rahmen der Bewusstseinsforschung. Die routinemäßig eingesetzte Technologie zur Erfassung und Analyse der Schlafphasen ist die Polysomnographie. Im Rahmen der Polysomnographie wird das EEG (Elektroenzephalogramm), das EOG (Elektrookulogramm) und das EMG (Elektromyogramm) bestimmt.

 

In der Praxis hat die Polysomnographie einige Nachteile: Um das EEG, EOG und das EMG bestimmen zu können, sind Nasselektroden (Klebeelektroden) erforderich. Zur Applikation der Klebeelektroden muss die Haut gereinigt und die Elektroden müssen präzise platziert werden. Eine Langzeitanwendung ist aufgrund der unvermeidbaren Hautreizungen beim Anbringen der Elektroden nur bedingt möglich. Die Klebeelektroden müssen mittels Kabel mit der Auswerteelektronik verbunden werden.

 

Abgesehen von diesen Nachteilen in der Praxis, hat die Polysomnographie jedoch ein ganz grundsätzliches Problem: Im Rahmen der Polysomnographie ist es nicht möglich, die für die REM-Phase charakteristischen schnellen Augenbewegungen mit kleiner Amplitude zu bestimmen (J. Sleep Res. (2015) 24, 466 – 473). Das routinemäßig im Rahmen der Polysomnographie zur Bestimmung der Bewegungen der Augen eingesetzte EOG kann daher nicht als adäquate Technologie zur Erfassung, der für die REM-Phase charakteristischen Augenbewegungen angesehen werden.

 

Im Rahmen eines vom BMWi geförderten Forschungsprojektes (ZF 4050001 DB5) wurde in unserem Hause eine neuartige Technologie entwickelt, die diese schnellen Augenbewegungen mit kleiner Amplitude berührungslos und sicher erkennen kann, bei geeigneter Ausführung einfach zu handhaben ist und somit grundsätzlich auch routinemäßig zur Überwachung der Schlafphasen eingesetzt werden kann (Download-Link: SCHLAF 2/2018; 7:76-80).